Was das Rebhuhn braucht – für seinen Schutz ist Vielfalt gefragt
Die Lebensbedingungen des Rebhuhns haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verschlechtert. Um dieser Art wirksam zu helfen, braucht es ein ein ein Zusammenspiel verschiedener, aufeinander abgestimmte Maßnahmen.
Landwirtschaftliche Maßnahmen zur Aufwertung der Lebensräume bilden dabei eine wichtige Grundlage. Strukturvielfalt, Blühstreifen, Altgrasflächen und extensiv genutzte Flächen schaffen Nahrung und Deckung für Rebhühner – und viele andere Offenlandarten.
Auch jagdliche Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag: Die gezielte Regulierung von Prädatoren wie Fuchs oder Waschbär kann den Bruterfolg der Rebhühner deutlich verbessern, insbesondere in der sensiblen Brut- und Aufzuchtphase.
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Öffentlichkeitsarbeit. Maßnahmen wie die Pflege von Hecken wirken auf den ersten Blick radikal – sind aber für den Erhalt wertvoller Lebensräume notwendig. Nur wenn der Hintergrund solcher Eingriffe verstanden wird, finden sie die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung. Und nicht zuletzt gilt: Nur was wir kennen, können wir schützen. Bildung, Information und Transparenz sind deshalb zentrale Bausteine in unserer Initiative zum Rebhuhnschutz.
Rebhühner auswildern - für uns keine geeignete Maßnahme
Beim Auswildern von Rebhühnern ist größte Vorsicht geboten. Es geht nicht nur darum, Tiere einfach auszusetzen – das kann mehr schaden als helfen, besonders wenn die Ursachen für ihr Fehlen nicht behoben sind.
Warum man dies so ist, kann man auf dieser Seite des Göttinger Rebhuhn Projekts nachlesen.