Die Jagd – ein wichtiger Beitrag zum Rebhuhnschutz

Der Bruterfolg entscheidet maßgeblich über die Entwicklung der Rebhuhnbestände. Werden viele Gelege oder Küken Opfer von Prädatoren, können sich Populationen nur schwer behaupten. Gerade angesichts der hohen Verluste im Jahresverlauf – insbesondere durch Beutegreifer wie den Fuchs – kommt der Raubwildbejagung im Rebhuhnschutz eine wichtige Rolle zu. Deshalb gehört ein verantwortungsvolles Prädatorenmanagement zu den zentralen Bausteinen unserer Initiative.

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei eng miteinander verknüpfte Ansätze: die Verbesserung des Lebensraums mit mehr Deckung, Nahrung und Rückzugsräumen sowie die gezielte und gesetzeskonforme Bejagung von Prädatoren. Ihre volle Wirkung entfalten diese Maßnahmen dort, wo Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz gemeinsam handeln.

Prädatorenmanagement

Ein wichtiger Bestandteil des Rebhuhnschutzes ist der Umgang mit erhöhtem Prädationsdruck, insbesondere durch Arten wie den Fuchs. Dabei kommt dem lethalen Prädatorenmanagement eine zentrale Bedeutung zu. Dazu zählen insbesondere die Fallenjagd sowie koordinierte jagdliche Maßnahmen wie gemeinsame Ansitz- und Bewegungsjagden, etwa im Rahmen gezielter Aktionen wie der „Fuchswoche“.

Winterfütterung

Wenn draußen alles gefroren ist und die Felder kahl daliegen, wird es für Rebhühner richtig schwierig. In unserer aufgeräumten Landschaft finden sie im Winter oft kaum noch etwas Nahrhaftes. Eine gezielte Winterfütterung kann da helfen – aber nur, wenn sie mit Bedacht gemacht wird.

Einfach irgendein zu Futter verstreuen ist keine gute Idee. Damit lockt man schnell ungebetene Gäste wie Füchse oder Ratten an – und gefährdet am Ende die Tiere, denen man eigentlich helfen will.


Was also ist wichtig? Die Fütterung sollte das natürliche Nahrungsangebot sinnvoll ergänzen, nicht ersetzen. Und sie muss so platziert sein, dass Rebhühner in Ruhe und sicher fressen können – ohne Stress und ohne Gefahr.

Mit ein bisschen Wissen und guter Planung kann man in der kalten Jahreszeit einen echten Unterschied machen – und dazu beitragen, dass das Rebhuhn auch in Zukunft über unsere Felder trippelt. Trotzdem: Hauptaufgabe ist und bleibt es, für das Rebhuhn wieder ausreichend natürliche Nahrungsressourcen in unserer Landschaft zu schaffen.